8 Direktsaat & Vorkultur Die richtige Aussaat ist der Schlüssel zu prächtigen Blumenbeeten und einer langanhaltenden Blütenpracht im Garten. Zwei Begriffe begegnen Blumenfreund*innen dabei immer wieder: Vorkultur und Direktsaat. Doch worin unterscheiden sich diese Methoden und welche Vorteile bietet die Vorkultur gegenüber der Direktsaat? Hier erfährst Du alles, was Du für ein erfolgreiches Blütenjahr wissen musst! Aussaat – Der Start ins Blumenjahr Mit der Aussaat beginnt das Gartenjahr und damit der Kreislauf des Wachsens und Blühens. Doch nicht alle Blumen können gleich behandelt werden, denn jede Art hat unterschiedliche Ansprüche an Temperatur, Licht und Feuchtigkeit. Grundsätzlich unterscheiden Gärtner*innen zwischen der Direktsaat ins Beet und der Vorkultur auf der Fensterbank oder im Gewächshaus. Direktsaat – Einfach, schnell, naturnah Bei der Direktsaat werden die Blumensamen direkt ins vorbereitete Beet gesät, sobald es das Wetter zulässt – meist ab April oder Mai, wenn keine Frostgefahr mehr besteht. Besonders unkompliziert sind einjährige Sommerblumen wie Ringelblume, Sonnenblume, Kornblume oder Mohn. Sie vertragen kühlere Temperaturen und keimen zuverlässig im Freiland. Die Direktsaat ist naturnah und einfach: Die Samen werden auf die gelockerte Erde gestreut, leicht mit Erde bedeckt und vorsichtig angegossen. Ein Vorteil: Die Pflanzen wachsen von Anfang an dort, wo sie später blühen, was das Umsetzen überflüssig macht und ihre Wurzeln schont. Vorkultur – Frühstart für Blühwunder Nicht alle Sommerblumen eignen sich jedoch für die Direkt- saat. Vor allem empfindliche, wärmeliebende Arten und solche mit einer langen Entwicklungszeit profitieren von einer Vorkultur im Haus. Hierzu zählen beispielsweise Petunien, Löwenmäulchen, Zinnien, Edelwicken oder Tagetes. Bei der Vorkultur werden die Samen schon im zeitigen Frühjahr – oft ab Februar oder März – in Schalen oder kleinen Töpfen ausgesät. Unter warmen, hellen Bedingungen (z.B. auf der Fensterbank) entwickeln sich kräftige Keimlinge, die bis zum Auspflanzen vor Kälte geschützt sind. Erst nach den Eisheiligen, wenn das Wetter stabil und frostfrei ist, werden die vorgezogenen Jungpflanzen ins Beet gesetzt. Blütenpracht – Die richtige Aussaat macht’s
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